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Sehr geehrte Interessierte an diesem "Portal für Erfahrungsberichte und Hinweise zu sexualisierter Gewalt in der Kinder- und Jugendhilfe Niedersachsen", 

wir (Meike Baader, Nastassia Böttcher, Carolin Oppermann, Julia Schröder und Wolfgang Schröer) führen eine Aufarbeitung zu Gewalt im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe Zu den Angeboten und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe gehören bspw. Kindertagesbetreuung, Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, außerschulische Jugendbildung, Familienunterstützende Hilfen, Hilfen zur Erziehung wie Erziehungsberatung, Sozialpädagogische Familienhilfe, Soziale Gruppenarbeit, Einzelbetreuung, Betreutes Wohnen, Unterbringung in Pflegeverhältnissen, Heimerziehung, Frühe Hilfen und Hilfen im Kinderschutz. Die sozialen Dienstleistungen richten sich direkt an die jungen Menschen sowie an ihre Erziehungs- und Personensorgeberechtigten. Sie werden durch die Gesellschaft öffentlich verantwortet, sind sozialrechtlich geregelt und von Organisationen in freier und öffentlicher (ab Ende des 20. Jahrhunderts auch zunehmend privat-gewerblicher) Trägerschaft angeboten. https://www.socialnet.de/lexikon/Kinder-und-Jugendhilfe bzw. Jugendwohlfahrt Von 1961-1990 wurde nicht von Kinder- und Jugendhilfe, sondern von der Jugendwohlfahrt gesprochen. Diese war im Gesetz für Jugendwohlfahrt (JWG) geregelt. Das Gesetz wurde 1991 abgelöst durch das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII). in Niedersachsen von 1960 bis in die 2010er Jahre durch. 

Wir sind eine Gruppe von Wissenschaftler*innen an der Universität Hildesheim, die sich in den letzten Jahren viel mit Gewalt in der Kinder- und Jugendhilfe beschäftigt hat. Beispielsweise haben wir in den letzten Jahren eine Aufarbeitung zu „Helmut Kentlers Wirken in der Berliner Kinder- und Jugendhilfe“ Die Ergebnisberichte finden Sie hier. durchgeführt, die weitere Hinweise auf Gewalt in der Kinder- und Jugendhilfe in Niedersachsen hervorgebracht hat. Wir möchten diese Gewalt weiter sichtbar machen.

Betroffene haben ein Recht auf Aufarbeitung. Dieses Portal verfolgt das Anliegen, dass Betroffene ihre Stimme erheben und ihre Gewalterfahrungen sichtbar machen können. Dabei ist es uns wichtig, dass sich Menschen aller geschlechtlichen Positionierungen melden und hier eintragen können. 

In dieser Befragung werden Fragen zu sensiblen, emotionalen und möglicherweise belastenden Themen im Zusammenhang mit (sexualisierter) Gewalt gestellt. Wenn Ihnen unwohl mit dem Fragebogen ist und Sie abbrechen möchten, können Sie dies jederzeit tun. Bei Bedarf finden Sie Hilfe, Unterstützung und Informationen im Kontext sexualisiserter Gewalt (anoynm und kostenfrei) unter Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch. 

Wenn Sie uns gern etwas mitteilen möchten, können Sie dies alternativ gern auch unter jhaufarbeitung@uni-hildesheim.de machen.